Schwitzende Haut & Fußgeruch

Anzeichen und Umgang bei schwitzender Haut und Füße

Besonders in den Sommermonaten bleiben viele Füße nicht von unangenehmem Geruch und „Stinkefüße“ oder „Käsefüße“ verschont. Da Männer mehr Schweißdrüsen als Frauen haben, leiden sie meist mehr unter Schweißfüßen. Auch die Schuhwahl, die bei Männern im Job meist in geschlossener Form ist, trägt zur Schweißproduktion bei. Denn in geschlossenen Schuhen können die Füße nicht atmen und der Schweiß nicht verdunsten.

Symptome für schwitzende Haut und Füße

 

  • Füße schwitzen übermäßig, sind ständig feucht oder sogar nass
  • Schuhe bzw. Socken sind feucht und riechen nach Schweiß
  • Klamme, kalte Füße, auch bei heißen Wetter
  • Ständiges wechselndes Kalt- und Warmwerden der Füße trotz gleichbleibenden Temperaturen
  • Starker Fußgeruch beim Ausziehen der Schuhe bzw. der Socken
  • Fuß verliert aufgrund der Schweißbildung beim Laufen seinen Halt

Ursachen von Fußgeruch und schwitzender Haut

Beim Schwitzen scheiden wir eigentlich nur Kochsalz aus. Wenn dieses jedoch auf Bakterien, die sich auf der Haut befinden, trifft, entsteht ein unangenehmer Geruch. Geschlossene Schuhe hindern den Schweiß am Verdunsten und schaffen somit eine Kammer des Schwitzens. Dies bildet eine perfekte Grundlage für den Fußgeruch.

Die richtige Pflege bei Fußgeruch und schwitzender Haut

Eine gute Hygiene ist die wichtigste Grundlage zur Vorbeugung von Schweißfüßen. Tägliches Waschen hält die Füße sauber. Nach dem Waschen sollten die Füße gut abgetrocknet und eingecremt werden. Wichtig ist auch die Trocknung der Zwischenräume, da sich sonst ein Fußpilz entwickeln kann.

Auch regelmäßige Fußbäder helfen bei schwitzenden Füßen. Wie gegen Achselschweiß gibt es auch schon für die Füße Deos, Cremes und Sprays, die gegen den Fußschweiß wirken.

Pflege bei Schweißfüße


Gerade an den Füßen entsteht schnell der typische Schweißgeruch. Sobald man dies bei sich selber bemerkt, fühlt man sich oft sehr unwohl und möchte seine Schuhe nicht mehr ausziehen. Um den Geruch zu stoppen helfen Deos, Cremes und Fußbäder. Sie erfrischen die Füße und sorgen für einen frischen Geruch.


Warum schwitzen wir?

Das Schwitzen ist das Mittel, mit dem die Körpertemperatur in bestimmten Bereichen reguliert werden kann. Mensch und Tier schwitzt ständig, (meistens) ohne dies zu bemerken. Bei einer Temperaturerhöhung, körperlich anstrengender Arbeit, Sport oder Aufregung (emotionale Gründe) produziert der Körper mehr Schweiß, um Wärme abzugeben und einen kühlenden Effekt an der Hautoberfläche zu erreichen. Die Schweißmenge kann bis zu 10 Litern am Tag betragen.

Wie kann ich die Schweißsekretion minimieren?

 

  • Tragen von Strümpfen aus Naturmaterialien z.B. Baumwolle
  • Evtl. Tragen von Zehensocken
  • Tägliches Wechseln der Strümpfe. Wenn sie schnell durchnässt sind, auch mehrmals am Tag
  • Tragen von Textilien mit Silberfäden (Silber = antimikrobiell)
  • Schuhe im täglichen Wechsel tragen und zwischendurch trocknen
  • Tragen von speziellen Einlagen (mit Kohle oder Zimt)
  • Barfußlaufen, wann immer es möglich ist
  • Fußbäder, die einen Gerbstoff, wie z.B. Tannin (z.B. Tannolact), enthalten
  • Evtl. basische Fußbäder (sorgt für ungünstige Bedingungen für einige Bakterienarten)
  • Wenn Fußbäder, dann nicht zu warm (ca. 30 °C) und nicht länger als 5 Minuten
  • Füße immer gut abtrocknen, auch zwischen den Zehen
  • Ggf. Kosmetiktücher zum Trocknen zwischen die Zehen stecken und nach einer halben Minute wieder herausnehmen
  • Füße ggf. mit adstringierenden (zusammenziehenden) Wirkstoffen (z.B. mit Salbei, Eichenrindenextrakt) eincremen
  • Keine „fettenden“ Cremes oder Salben verwenden
  • Auf Glycerin und Vaseline verzichten (Möglichkeit einer Okklusion = Ver-schluss)
  • Füße regelmäßig auskühlen lassen („lüften“, barfuß gehen, wann immer es möglich ist)
  • Salbeitee trinken
  • Regelmäßige Fußpflege (kurze Nägel, Reduktion der „Toträume“)
  • Wechsel-Duschen (die Temperatur sollte deutlich zu unterscheiden sein. Nicht geeignet bei Diabetikern)
  • Physikalische Therapie: Leitungswasser-Iontophorese (Fußbad mit schwachem Gleichstrom)
  • Ggf. Botulinustoxin-Injektion („Botox“-Spritzen), um eine Inaktivierung der Schweißdrüsen zu bewirken
  • Ggf. Schweißdrüsenabsaugung, Schweißdrüsenexzision (Herausschneiden von Schweißdrüsen) oder Sympathektomie = operative Trennung von bestimmten Nerven, die die Schweißdrüsen enervieren)